Erste gewinnt nach hartem Kampf zum Verbandsklassenstart mit 5:3 gegen den SV Waltrop

Es war ein hartes Stück Arbeit, bis die RSG 1 am 1.Spieltag der Verbandsklasse den Sieg gegen den Aufsteiger SV Waltrop unter Dach und Fach bringen konnte. Kurz nach 19 Uhr stand der 5:3-Sieg fest. Die RSG trat ohne Tom Kleiner und Rolf Jungbluth an, konnte dafür auf Peter Buchholz und Alexander Multhaup zurückgreifen. Somit waren zu Saisonbeginn acht Spieler des Zehnerkaders des Teams am Brett.

Vor der Zeitkontrolle war es praktisch kaum möglich, den Mannschaftskampf abzuschätzen. In den Partien von Frank Schöbel und Alexander Multhaup ging es sehr taktisch zu, so dass man an diesen Brettern den Ausgang nicht erahnen konnte. Nach drei Stunden ging die RSG durch einen Sieg von Martin Herud in Führung. Martin bekam recht früh eine angenehme Stellung, aber er hatte Probleme, den Vorteil entscheidend auszubauen. Am Ende half der Gegner mit, der seine Chancen ausließ und schließlich in einem verlorenen Endspiel landete. Eine halbe Stunde später dann das 2-0 für die RSG. Am 1.Brett hatte Heiko Kummerow mit Schwarz schnell eine bessere Stellung und brachte den Sieg letztendlich sicher nach Hause. Mit einem blauen Auge kam bei seinem Debüt für die RSG Marcus Henn davon. Er spielte gegen einen Isolani, aber war taktisch nicht auf der Höhe und verlor zwei Bauern. Nach großem Kampf holte er noch ein glückliches Remis. Dann verkürzte Waltrop auf 1,5:2,5. Viel war in der Partie von Felix Gerlach nicht los, aber plötzlich verlor er seine Dame gegen einen Turm und gab auf. Ein weiteres Remis folgte an Brett 2. Hier hatte Jan Rolf nach wenigen Zügen eine optisch gute Stellung nach einem frühen Damentausch, doch in der Folge ließ sich Jan am Königsflügel überspielen und musste sich umsichtig verteidigen. Eine von Jan reklamierte dreimalige Stellungswiederholung machte das Remis perfekt. 3-2 für die RSG. Die erste Zeitkontrolle war erreicht.

An Brett 7 hatten wir mit Peter Buchholz einen auf dem Papier hoch überlegenen  Spieler, aber da Peter jahrelang kaum gespielt hat, war diese klare Überlegenheit ein Trugschluss. Peter hatte optische Vorteile, jedoch konnte er diese nicht vergrößern. In einem Turmendspiel bot Peter die Punkteteilung an, die sein Gegner sofort annahm. Zum Schluss spielten noch Frank und Alexander. Genau die beiden Spieler, deren Partien so kompliziert waren. Frank hatte zwischenzeitlich zwei Bauern weniger, dafür hatte er die Initiative und griff den gegnerischen König ständig an, der irgendwann keinen Bauernschutz mehr hatte. Nach der Zeitnotphase hatten sich auf beiden Seiten die Reihen gelichtet und Frank hatte trotz materiellen Nachteils ein gewonnenes Turmenspiel auf dem Brett. „Doc“ erhöhte mit seinem Sieg auf 4,5:2,5 und stellte den Mannschaftssieg sicher. Am letzten Brett wurde konsequent weiter gekämpft, wie schon die ganze Partie über. Beiden Spielern unterliefen im Partieverlauf einige Fehler und so wechselten die Vorteile hin und her. Alex verlor eine Figur, gewann Dame gegen Turm, der Gegner bekam Angriff usw. Keiner der beiden Spieler konnte seinen Vorteil verwerten und so wurde am Tag der Turmendspiele nach etwa 5 Stunden und nach viel Aufregung ein Remis vereinbart.

Ein nicht unverdienter Sieg der ersten Garnitur, aber es hätte auch durchaus anders ausgehen können.    —> zum Ergebnisportal    —> RSG1-Teamseite (NEU – mit DWZ-Veränderung!)    —> Bericht SV Waltrop

Br. Rnr. Recklinghäuser SG Läufer-Ost 1 Rnr. SV Waltrop 1 5:3
1 1 Kummerow, Heiko (2197) 1 Breidenbach, Rolf (1928) 1:0
2 2 Rolf, Jan (1957) 2 Drewes, Martin (1917) ½:½
3 3 Henn, Marcus (2022) 3 Winterberg, Andreas (1906) ½:½
4 5 Gerlach, Felix Tobias (1672) 4 Eckert, Marius (1886) 0:1
5 6 Herud, Martin (1973) 5 Sehrbrock, Christoph (1826) 1:0
6 7 Schöbel, Frank (1900) 6 Schwammbach, Frank (1825) 1:0
7 1001 Buchholz, Peter (2087) 7 Nagel, Frank (1738) ½:½
8 1002 Multhaup, Alexander (1765) 8 Harde, Marco (1653) ½:½

 

4 Comments

  1. Django sagt:

    Glückwunsch an das Team zum guten Auftakt!

  2. Doc sagt:

    Unser Auftreten im 1.Kampf war ok…Partien wurden offen gehalten und nicht zu früh ins Remise verabschiedet. Zu meiner Partie möchte ich nach Analyse mit Houdini anmerken–eigentlich war alles immer im Remisbereich (trotz fehlender 2-3Bauern meinerseits) Im 31.Zuge nahm ich dann einen Bauern auf d4 mit Schach und fand alles gut^^—Houdini hätte aber lieber den g5 Bauern mit der Dame genommen( ohne Schach )Gegner König stand auf h8 bei offener H-Linie . Mit einer Bewertung von 12 Bauern für mich—naja—Letztendlich im Turmendspiel Verdient gewonnen!

  3. EbMaster sagt:

    Schöner Bericht!
    Glückwunsch dem Team zum Auftaktsieg!

  4. Heiko sagt:

    Auch wenn uns der Sieg schwergefallen ist, wir haben uns als Einheit präsentiert und das Ding zu unseren Gunsten entschieden!