Ein glückliches 4:4 der RSG 1 gegen den Tabellenführer SC Listiger Bauer Essen

Sechs Stunden hat der Verbandsklassenkampf gegen den SC LB Essen gedauert, bis Alex Multhaup mit einem Sieg das 4:4 perfekt machte. Damit bleibt die 1.Mannschaft auf Tuchfühlung zu den beiden Aufstiegsplätzen. Details zu den Partienverläufen sind als Kommentar hinterlegt.

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Br. Rnr. Recklinghäuser SG Läufer-Ost 1 Rnr. SC Listiger Bauer Essen 1 4:4
1 1 Kummerow, Heiko 1 Kunisch, Siegfried 1:0
2 3 Henn, Marcus 3 Gunkel, Christian 1:0
3 4 Kleiner, Tom 4 Wagner, Ole ½:½
4 5 Gerlach, Felix Tobias 5 Klups, Christoph 0:1
5 6 Herud, Martin 6 Ball, Jörg ½:½
6 7 Schöbel, Frank 7 Schettki, Martin 0:1
7 8 Jungbluth, Rolf 8 Petri, Norbert 0:1
8 1002 Multhaup, Alexander 1001 Mandl, Stefan 1:0

10 Comments

  1. Django sagt:

    Nun muss ich aber auch unseren Mister 100% loben: Heiko, mit 3 aus 3!!!

    • Marcus sagt:

      genauso ist es!
      Ich wollte ALex deswegen besonders hervorheben, da er schon in Dortmund eine „optisch total platte STellung“ plötzlich gewann und dem Kampf damit eine bedeutende Wendung gab.

      Aber nun genug der Prozente etc.
      Wir gewinnen und verlieren zusammen 🙂

  2. Martin sagt:

    Nach Überfliegen meiner Partie musste ich feststellen, dass es einen leichten Gewinnweg gab. In der Stellung bevor ich Kxh6 spielte, musste g5! folgen – der Bauer gelangt zwangsläufig nach g4 und festigt f3, wonach er komplett breit steht. Falls er mit den Bauern nach h3 zieht, um g4 zu verhindern, schlägt schwarz auf h6 und jedes Bauernendspiel ist gewonnen (er kann sich also nie auf f3 bedienen). Hier die kritische Stellung: http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/unbenanntgmq5t3zol8.png
    Ärgerlich! wäre seit langem (zum ersten mal?!) eine „fast“ perfekte Partie geworden.

  3. Marcus sagt:

    zu meiner Partie:
    Normalerweise spiele ich eien andere (deutlich ruhigere) Variante, hatte mich jedoch zu dieser aggressiven entschieden, weil ich eine Partie des Gegenrs aus 2013 gesehen hatte, wo er in der Eröffnung schon einen Bock geschossen hatte (zumindest sehe ich das so).
    Leider spielte er dann diesmal …h7-h6 und ich konnte nur noch auf generelle Pläne zurückgreifen, aber auch hier stand ich nach ca. 14-15 Zügen super und hatte dann leider (mal wieder) meine Stellung gandenlos überschätzt.
    Bauernopfer für Angriff sowie Fehler in der Berechnung führten dann schnell zu einer trostlosen Stellung für mich (2 Bauern weniger).
    Aber auf Gewinn stehen und eine Partie gewinnen sind zum Glück zwei Paar Schuhe in unserer Liga.
    Mein Gegner hatte keine gute Technik, ich drohte einen Bauern zurückzugewinnen, er klammert sich ans Material, wird noch passiver und am Ende schägt dann doch noch meine Stunde mit erfolgreichen Königsangriff.
    Ergebnis gut, Spielanlage mittlere Katastrophe

    @Alex
    Klasse! mit 2,5/4 einer unserer besten Punktelieferanten

    • django sagt:

      Ja, Alex hat klasse gepunktet und mit seinem Sieg Sonntag einen wichtigen Mannschaftspunkt klargemacht.

      Aber noch stärker schlägst du zu, lieber Marcus, denn 3,5/4 ist noch besser.
      Deine selbstkritische Beurteilung deiner Partien ehrt dich, das Ergebniss verdient aber einen Lorbeerkranz.

  4. Heiko sagt:

    Klasse durchgezogen, Alex!

    Zu Martin und meiner Sichtweise:
    Ich habe mich vor der Partie nicht wohl gefühlt und daher extrem schnell gespielt (und bin daher auch schnell nach der Partie wieder verschwunden). Letztendlich ist es gutgegangen. Zwischendurch stand ich mal schlecht, als ich Sb3 übersehen hatte.
    Marcus hatte sich in meinen Augen verzockt und stand platt. Aber bei vollem Brett muss man dagegen halten und bekommt immer wieder mal seine Chance.
    Tom – Eröffnung eine Katastrophe. Ein Bauernzug nach dem anderen…
    Felix – vielleicht aus Prinzip die falsche Eröffnung? Zu taktisch?
    Martin – ja evtl. war im TS gegen TL-Endspiel mehr möglich.
    Doc – ich habe nach einer Stunde nicht mehr auf die Stellung geguckt, sondern nur auf die Uhr und das Partieformular. Es ist sinnlos, wenn am Ende 20 Züge in 5 Minuten gemacht werden müssen, sich vorher über die Stellung Gedanken zu machen. Das lohnt sich nicht. So denkt übrigens auch Vladimir Kramnik über Alexander Grischuk! Zeitüberschreitungen bei dieser Bedenkzeit (30 Sekunden Bonus!!) gehen überhaupt nicht. Ziehen und hoffen, dazu gibt es keine sinnvolle Alternative!
    Django – glatte Niederlage
    Alex – die Partie sah für seine Verhältnisse ziemlich solide aus.

    • Tom sagt:

      Die Eröffnung war vollkommen ok. Fritz sagt 0.5 für den Gegner das ist noch im Rahmen. Kritisch wurds erst nach dem ich den Springer auf e6 getauscht hatte. Nach der großen Rochade konnte mein Gegner seinen Turm opfern und steht danach auf Sieg. Er hatte aber den falschen Plan verfolgt bzw. war dabei zu langsam…

  5. django sagt:

    Zur Korrektur: nein, habe nicht auf Zeit verloren.
    Aber bin in einen Variante hineingelaufen, die der Gegner aus heimischer Analyse aus dem Effeff kannte.
    Fand mit um den 25 Zug auf einmal mit Quale und Bauern weniger wieder.
    Als ich kurz vor der Zeitkontrolle wieder Pfuschspiel bekommen hatte, habe ich aber eine kleine Mattkombi übersehen.

  6. Martin sagt:

    Ich gebe mal einen kurzen Überblick von den Partien, die ich mitbekommen habe:
    Heiko: gewohnt souverän. Im Franzosen den Gegner langsam überspielt und später eine Qualität gewonnen bzw. vom Gegner geopfert, die den Sieg sichergestellt hat.

    Markus: hat den Gegner von Anfang an unter Druck gesetzt unter welchem der Gegner irgendwann zusammenbrach. Ein starkes Qualleopfer beendete die Partie sehenswert.

    Tom: sehr „chaotische“ Partie. Tom stand recht früh recht schlecht, dann noch schlechter und schließlich auf Verlust. Der Gegner übersah gefühlte 10^100 Gewinnwege und auf einmal hatte Tom sehr starken Gegenangriff (von ihm gut geführt), der schließlich einen ganzen Turm gewann.
    In immer noch komplexer Stellung entschied sich Tom Material zurückzugeben um ein Bauernendspiel K+B gegen K+2B herbeizuführen, welches trivial gewonnen war. Leider ist plötzlich auftretende Schachblindheit nicht nur ein Problem von mir und Tom hat 3 Mal die Stellung wiederholt, in der er in ca. 10 Zügen einen Bauern umwandeln und Matt setzten hätte können.

    Felix: Sein Gegner kannte sich in einer sehr scharfen Variante der ohnehin superscharfen Naidorf-Variante (mit h6 und g5) besser aus. Felix verbrauchte sehr viel Zeit und hatte nach nur ca. 18 Zügen noch ca. 10 Minuten auf der Uhr (keine Garantie für diese Angaben!) Das Brett stand in Flammen, Schwarzer König unrochiert, doch die Opfer von Feix sind nicht zu jenem vorgedrungen. Schließlich verlor Felix auf Zeit (in verlorener Stellung).

    Martin: ich war nach der Eröffnung sehr zufrieden, da mein Gegner in der Drachenvariante Züge verwechselte, bzw. Theorie-Schwächen offenbarte, sodass ich in dieser ebenfalls superscharfen Variante auf einmal ein Mehr-Tempo hatte.
    Mein Gegner tat daraufhin das einzig richtige und wickelte in ein TT+L gg 2 TT+S (ich hatte den S) Endspiel ab. Dieses war wohl objektiv remis, doch nach einigen starken Zügen von mir und Ungenauigkeiten seinerseits hatte ich ein sehr vielversprechendes T-Endspiel auf dem Brett, welches wohl (muss ich noch analysieren) sehr nahe am Gewinn war. Ich wickelte dann fälschlicherweise in ein B-Endspiel ab, welches ich am Brett „zu 50% gewonnen, zu 50% remis“ bewertete. Mein Gegner hat die richtigen Züge gefunden und ich konnte nicht mehr als ein Remis erreichen.

    Doc: habe von der Partie nicht viel mitbekommen, Doc hat ebenfalls in verlorener Stellung mit Minus-Qualle auf Zeit verloren.

    Rolf: ebenfalls nicht viel mitbekommen. Und ebenfalls (!!) auf Zeit verloren. Stellung war wohl recht schlecht (bzw. verloren) zu dem Zeitpunkt.

    Alex: er war unsere Rettung und hat mit seinem Sieg nach ca. 6 Std. Spielzeit den drohenden Mannschafts Verlust abgewendet. Nach einer Reihe von Abtäuschen gelang er in ein vorteilhaftes (gleichfarbiges) L.Endspiel und hat mit guter Technik und Ungenauigkeiten des Gegners dieses schließlich gewonnen. Sah alles einfach aus, war es aber in Anbetracht der langen Spielzeit nicht!

    Insgesamt alles wieder sehr chaotisch (wir haben alle unsere Verlustpartien auf Zeit verloren!). Alle Ergebnisse waren möglich, sodass niemand das 4:4 beklagen darf.

    Freitag mache ich Jugendtraining, das Thema für alle die sich vorbereiten wollen, heißt: Dreiecksmanöver und Opposition im Bauernendspiel.

  7. Doc sagt:

    Sehr gut, ALEX !