Zweite verliert langsam den Kontakt zum rettenden Ufer!

Mit der fast schon erwarteten Niederlage ist die RSG 2 am Sonntag-Abend aus Wanne-Eickel heimgekehrt. Am Ende musste man sich unweit des Mond-Palastes bei “Unser Fritz 2” mit 2:6 geschlagen geben und steckt dadurch mehr als bis über beide Ohren im Abstiegs-Kampf. Da völlig überraschend das bisherige Schlusslicht aus Datteln gegen Drewer gewinnen konnte, trägt unser Team jetzt selber die “Rote Laterne” in der Bezirksliga.

Gegen die DZW-mäßig teilweise deutlich überlegenen Gastgeber gelang es immerhin Heinrich, Nicolas, Florian und Daniel ihren Gegnern ein Remis abzutrotzen!

In den letzten beiden Runden müsste man nun wegen der eigenen geringen Brett-Punktzahl schon mindestens 3 von 4 Punkten gegen das Top-Team Erkenschwick und Haltern holen, um sich die kleine Chance zu erhalten, noch 2 Konkurrenten hinter sich zu lassen, die dann wiederum selber nur maximal 1 Punkt holen dürfen!

3 Comments

  1. Heiko sagt:

    Diese Bindestrich-Orgie ist ja sogar mit der Rechtschreibreform abgesegnet. Man lernt nie aus! Du darfst also auch Bezirks-Liga schreiben 🙂

    • Peter Schulz sagt:

      Bemerkenswert, dass Dir das aufgefallen ist! 🙂

      Warum ich zu diesem stilistischen Sezier-Mittel greifen musste, ist vergleichsweise beschaulich erklärt. Als ich direkt nach jener Reform die erste neue Ausgabe der Zeitschrift KICKER las, sabotierte dieses unheimliche Konstrukt die Funktionalität meines bi-okularen Visus’ : “Dameneuropameisterschaftsqualifikationswettbewerbe”

      Mich überkamen zunächst ähnlich heftige Schwindel-Gefühle, wie sie üblicherweise nur einem unschuldigen Marien-Käfer zuteil werden können, welcher nichts ahnend auf einem zunächst ruhigen, aber bereits aufgelegten 45er-Platten-Teller gelandet ist und direkt danach die minderwertige B-Seite von Heinos “Schwarz-braun ist die Hasel-Nuss” bis zum bitteren Ende durchleiden muss, verbunden mit der permanenten Bedrohung, von nun an das “Abenteuer Leben” dauerhaft überkreuz fokussieren zu müssen. Andererseits fühlte ich mich aber auch wie eine Katze, die von jetzt auf gleich mehrfach mit aller Vehemenz gegen den Strich gebürstet wurde. All dieses kam – wie man sich unschwer vorstellen kann – einer absoluten Höchst-Strafe für einen anspruchsvollen Rhetorik-Ästhetiker wie mich gleich! So beschloss ich ritterlich, fortan die Welt nicht nur für mich, sondern auch für eine relativ unbekannte Anzahl zugegebenermaßen lediglich vermuteteter Sympathisanten bis in alle Ewigkeit zu retten.

  2. Peter Schulz sagt:

    Vor Beginn des Kampfes sind wir zunächst alle von unseren Plätzen aufgestanden und haben des kürzlich verstorbenen Schach-Kameraden Markus Pohl (siehe Bericht) mit einer Schweige-Minute gedacht und den Gastgebern gegenüber nochmal persönlich unsere Anteilnahme bezeugt.

    Zum Verlauf des weiteren Geschehens: Relativ schnell lagen wir mit 0:2 zurück, als Roman und Uwe trotz guten Vorsatzes nie dazu kamen, entgegen ihrer sonst üblichen Gepflogenheiten, ein aktives Figuren-Spiel aufzuziehen. Davon ließ sich der Rest der Mannschaft aber nicht entmutigen. Weitere klare Siege für die zum Teil DWZ-mäßig deutlich überlegenen Gastgeber sollten von nun an für längere Zeit ausbleiben. Mein Gegner (1783) überraschte mich mit einer Eröffnung, die mir als Schwarz-Steiniger zuletzt vor über 20 Jahren unter die Augen gekommen war. Obwohl sonst flott beginnend, musste ich deshalb diesmal vom Start weg viel Zeit investieren, um nicht schon nach wenigen Zügen in elementaren Nachteil zu geraten. Es gelang mir zwar (wie so oft gegen DWZ-Heroen 😉 die Angriffs-Aktivitäten von Jürgen Gössling im Zaume zu halten, ohne aber selbst wirkungsvolle Aktivitäten entwickeln zu können. Derlei Ansätze wurden mit nachhaltigen Gegen-Drohungen beantwortet. Er konnte am Ende durch ein schönes Manöver von Dame und Turm mit diesem meinen ausreichend gedeckt geglaubten Springer auf e7 abholen. Nach dem dann erzwungenem Schwer-Figuren-Abtausch wären ihm im Endspiel Läufer und 6 Bauern verblieben, mir hingegen nur 5 Bauern ohne Verbund-Möglichkeit. Müßig zu erwähnen, dass zudem meine Zeit ziemlich schlecht stand. Eine meiner mental anspruchsvollsten Partien der letzten Jahre. Ich stand mehrmals kurz davor, den kompletten Süßwaren-Vorrat in der Küche zu vertilgen. So blieb es bei lediglich 5 Mars und 3 Twix! 😉

    Was an den anderen Brettern passiert ist, habe ich leider kaum mitbekommen, da ich mehr als mir lieb war, an mein eigenes Geschehen gefesselt war. Daher konnte ich nur ab und an einen Blick auf die Partie neben mir an 7 werfen, die ich gerne direkt übernommen hätte. Dort hatte sich Daniel schnell einen Zeit-Vorteil erspielt, der immer weiter anwuchs. Nach 25 Zügen blieb ihm noch gut 1h, seinem “hochdotierten” Kontrahenten nurmehr 16 Minuten. Nachdem am Damen-Flügel beidseitig alle Bauern abgeräumt waren, konnte Daniel bei Material-Gleichstand ohne Damen sehr druckvolles Spiel auf der 7. Reihe entfachen. Kurz vor Erreichen der 40 Züge bot er dann Remis durch ein Turm-Schach auf der 8. Reihe an. Aufgrund des dadurch unvermeidlichen Tausches der beiden Türme wäre ein Endspiel ohne absehbares Konflikt-Potenzial entstanden. Nach kurzem Blick seines Gegners über die anderen Bretter nahm dieser dann das quasi forcierte Remis an. Ein wirklich schöner und verdienter (Teil-)Erfolg für unseren “Däniel” gegen einen ambitionierten, weil noch recht jungen 1767er!

    Ansonsten weiß ich nur, dass im Mittelspiel Walter seinem Gegner in etwas schlechterer Stellung Remis anbot, was dieser aber abgelehnt hat. Trotz zähen Widerstands musste sich unser jung gebliebener Senior dann in die unvermeidliche Niederlage fügen.

    Ansonsten habe ich nichts mitbekommen, was aber auch gut so ist, weil ich Eure Geduldsfähigkeit, mich mit meinen langwierigen Schilderungen regelrecht auseinandsetzen zu müssen, nicht zu weit über Gebühr in Anspruch nehmen möchte! 😉