RSG 1 muss sich erneut beugen (+ Spiel-Berichts-Link zur Gäste-HP)

Auch am 2. Spieltag der Verbandsklassen-Gruppe 3 wuchsen für unsere Erste die Bäume nicht gen Himmel. Gegen den neuen Tabellen-Führer SW Oberhausen 1 verlor man trotz hartnäckiger Gegenwehr an allen Brettern wie schon zuvor gegen Erkenschwick mit 2:6.

 

War es gegen die Stimberger noch Walter Breuckmann, der den einzigen vollen Punkt holte, so tat sich diesmal Roman Pientka als verdienter Sieger hervor. Ebenfalls auf eine Ausbeute von 50% nach 2 Spielen kommt Team-Captain Heinrich Balke, der durch sein erneutes Remis als einziger RSG1’ler aber noch unbesiegt ist. Eine absolute Energie-Leistung vollbrachten Felix Gerlach und sein Kontrahent Pascal Pütter am Spitzen-Brett. Unter nahezu kompletter Ausreizung der zur Verfügung stehen Gesamt-Bedenkzeit lieferten sich beide einen absolut heißen Turm-Endspiel-Krimi. In für ihn fast permanent komplizierter Stellung gelang es Felix mit schwarz geschickt, zunächst seinen immobil gewordenen a4-Bauern gegen den auf e6 vorgepreschten seines Gegners einzutauschen und hernach auch noch dem weiteren Vorwärts-Streben von dessen nicht minder virilen d-Bauern Einhalt zu gebieten. Kurz nach 20 Uhr vereinbarten dann beide Kontrahenten die letztlich gerechte Punkte-Teilung und die verbliebenen Kiebitze beider Teams konnten sich mit Ihnen endlich auf den Weg zum heimatlichen Abend-Mahl begeben.

Trotz der erneut deutlichen Niederlage ist die Moral in der Truppe weiterhin absolut intakt. Immerhin standen erneut fast alle Partien lange Zeit offen. Mit fortschreitender Spiel-Dauer machte sich dann aber vor allem an den hinteren Brettern die DWZ-Überlegenheit der Gäste entscheidend bemerkbar.

Auf der  Homepage von SW Oberhausen  findet Ihr einen detaillierteren Bericht zum Kampf. Vielen Dank für die Verlinkungs-Freigabe an den Webmaster-Kollegen Robert Klein!

4 Comments

  1. Magier sagt:

    Schade, Peter, dass du nicht belohnt wurdest.
    Warum spieltest du eigentlich 10.Sd2?
    Möglich wäre auch z.B. 10.Ld3 und dann kurze Rochade.

    • Peter Schulz sagt:

      Danke für Deine Anteilnahme! 🙂

      Ich habe 10.Sd2 gezogen, um entweder mit diesem von b3 aus den Bauern auf d4 zu decken. Das frei gewordene Springer-Feld sollte dann der f-Bauer besetzen, um e4 durchzudrücken. Oder, wenn Schwarz danach keinen Druck auf der d-Linie aufgebaut hätte, wäre durch die Unterstützung des Springers vielleicht schon früher der e4-Vorstoß möglich gewesen!? Daher war sein Zug 11.Lg4 eigentlich eine Steil-Vorlage für mich, um „a tempo“ f3 statt h3 zu spielen, gefolgt von Sb3 und/oder Te1, wodurch e4 wohl nicht mehr zu verhindern gewesen wäre.

  2. Peter Schulz sagt:

    @Roman: Habe Dir die WA-Mail geschickt!

  3. Peter Schulz sagt:

    Zu meiner Partie:

    Ich verfügte mit Weiß nach 11 Zügen sogar über eine recht gut entwickelte Stellung. Das Positions- und Figuren-Spiel meines Kontrahenten Severin Matthes gestaltete sich zunächst etwas beengt:

    01. d4 d5
    02. Sf3 Sf6
    03. c4 e6
    04. Sc3 Le7
    05. Lf4 0-0
    06. e3 c6
    07. Dc2 Sbd7
    08. cd Sxd5
    09. Sxd5 exd5
    10. Sd2 Sf6
    11. Ld3 Lg4?!

    Hier zog ich dann h3 und verlor dadurch gefühlt ein Tempo. Wahrscheinlich wären stattdessen entweder f3 (mein 1. Gedanke) oder vorher Sb3 besser gewesen!?

    Mir gelang es dann zwar immerhin, im weiteren Verlauf 2 verbundene Frei-Bauern (d+e) zu bilden, doch wurden diese binnen weniger Züge von den 3 Schwer-Figuren meines Kontrahenten unter Beschuss und letztlich ersatzlos in Gewahrsam genommen, weil mein in dem Augenblick unglücklich postierter Sd2 verhinderte, dass der c1-Turm nach d1 ziehen konnte, um d4 ausreichend zu überdecken. Als Kompensation für die 2 Minus-Bauern stellte ich einige Verwicklungen an und versuchte, das Einverleiben meines e-Bauern zu widerlegen und die ausreichende Deckung seines Sf4 zu hinterfragen. Das Bett war dafür auch gemacht, nur übersah ich in klassischer Zeit-Not befindlich („nur“ 2 Minuten + x für 10 Züge) eine Abwicklung, die sich mir unter anderen Umständen sicherlich vergegenwärtigt hätte.

    Weiß: Kg3, Tc2, Tf3, Sf5, a2, b2, h3, g4 / Schwarz: Kg8, Tb4, Te4, Sf4, a7, b7, c6, g7, f7, h7

    Hier wäre jetzt folgende erzwungene Abfolge möglich gewesen:

    30. a3 Ta4
    31. b3 Txa3
    32. Txf4 Txb3+
    33. Tf3 Txf3
    34. Kxf3 und ausgeglichener Stellung

    Doch stattdessen passierte leider dieses:

    30. Sd6?? Se2+
    31. Kf2 Sd4
    32. Sxe4 Sxc2

    Hier gab ich dann berechtigterweise auf.