Auch die RSG 1 geht zum Saison-Auftakt leer aus!

Eine deutliche 2,5:5,5-Pleite musste die Erste zum Start in die neue Spielzeit daheim gegen den SV Hullern 1 hinnehmen.

 

Immerhin gelang es, die Ausfälle von Jan Rolf (Hochzeit) und Elmar Hillebrand (Reha) zur Hälfte wettzumachen, da RSG2-Youngster Leon Schröder an Brett 8 überraschenderweise den routinierten Jörg Erbguth besiegen konnte, der in der Vergangenheit schon so manchen DWZ-Hochkaräter arg ins Schwitzen gebracht hatte. In der letzten Saison bekam dies noch unser Top-Spieler Marcus Henn zu spüren und konnte sich für seine Verhältnisse nur unerwartet mühsam gegen den SVH-Akteur durchsetzen, der aber diesmal ab dem Mittelspiel gegen Leon immer mehr ins Hintertreffen geriet und letztlich kein Gegenspiel mehr zur Entfaltung bringen konnte. Eine wirklich tolle Leistung unseres aufstrebenden Nachwuchs-Talents!

Obwohl er ein Meister darin ist, kleinste Vorteile in einen Gewinn umzumünzen, musste Marcus Henn am Spitzen-Brett diesmal feststellen, dass sein Gegner Bernd Maahs trotz einer um fast 300 Punkte geringeren DWZ eine stimmige Spiel-Strategie mit guten Chancen besaß und einigte sich daher mit ihm bereits in einem recht frühen Partie-Stadium sicherheitshalber auf ein Remis. 

Peter Schulz an 7 versuchte sich mit schwarz nach unzähligen Jahren im Meisterschafts-Betrieb mal wieder an dem eigentlich zum Schach-1×1 zählenden Italiener, entschied sich darin aber früh für den deutlich sub-optimaleren von 2 Absicherungs-Zügen und gestattete so seinem Gegenüber Franz Brathe binnen 3 Zügen einen Bauern-Gewinn, die Erzeugung eines Doppel-Bauern auf der b-Linie sowie die vollständige Übernahme der Zentrums-Kontrolle, wodurch dem RSG’ler fortan wenig Luft zum “Atmen” blieb. Als er auch noch einen weiteren f-Doppel-Bauern zulassen musste, machte seine Stellung schon den Eindruck einer stark zerklüfteten Gebirgs-Formation, zu deren Überwindung es aber dennoch eines guten Planes bedurfte, welchen sein Gegner jedoch langsam aber stetig immer weiter in Form zu gießen vermochte. Obwohl Peter auch noch einen Läufer für 2 vorgepreschte Bauern (a+b) geben musste, gelang es ihm im Endspiel sogar kurzzeitig, etwas Initiative zu erlangen und die weiße Mehr-Figur eine Weile zur Tatenlosigkeit zu “verdammen”. Als dieser aber des Hullerners König zu Hilfe eilte, dessen Turm hinter die schwarze Bauern-Reihe am Königsflügel gelangte und im Verbund mit dem nun befreiten Springer ein weiterer Bauern-Verlust unvermeidlich war, gab sich dem Verfasser dieser Zeilen verdientermaßen endlich geschlagen!

An  den weiteren Brettern sah es für die RSG’ler leider auch nicht gerade rosig aus:

Däniel verpasste es als Weißer an gerechtfertigter Stelle der 200 Punkte höher “dotierten” Helma Walter ein Remis anzubieten. Dieser gelang es dann, mit einem sehr schönen Linien-Blockade-Zug Däniels einzigen Faust-Pfand – einen kurz vor der Umwandlung stehenden b-Bauern – vom Schutze seines Turmes abzuschneiden, wodurch ihr materielles Übergewicht definitiv wirksam geworden wäre. 

Helmas Tochter Stephanie und “Uns Uwe” Seifert lieferten sich an 5 lange Zeit ein strategisches und positionelles Gefecht auf Augen-Höhe, bis die Hullernerin in nach eigenem Bekunden brenzliger Stellung alles auf eine Karte setzte und einen starken Angriff inszenieren konnte, der unserem Mann einen Figuren-Verlust nebst weiterem Ungemach beschert hätte, was er sich aber nicht mehr zeigen lassen wollte. 

Wie es an den 3 restlichen Brettern zuging, ist dem Autor nicht bekannt, da er doch zu arg mit seiner eigenen Partie beschäftigt war. Kapitän Heinrich (2) und unser Senior Walter (4) schafften auf gleichwertiger DWZ-Basis ein Remis, Nicolas verlor leider sein Match an 3.

Abschließend lässt sich festhalten, dass sich die ansonsten überaus freundlichen und friedfertigen Halterner Vorstädter rein statistisch betrachtet immer mehr zum Angst-Gespenst für jedwede Zusammensetzung aller RSG-Teams des letzten Jahrzehnts entwickeln! 

Hoffentlich überstandenermaßen furchtlos geht es für die Erste am 28.10. weiter, wenn man bei der SG Gladbeck 2 zu Gast sein wird, die ihrerseits 3:5 daheim gegen Marl-Drewer unterlag.

 

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