Vermeidbare RSG-Pleite(n)

Eine unnötige 3,5:4,5-Niederlage musste die  RSG 1  kürzlich am 4. Spieltag der Bezirksklasse beim SV Zeppelin Herne 1 hinnehmen.

 

Da sich Kapitän Heinrich Balke bereits vorzeitig ordnungsgemäß aus wichtigem Grund entschuldigen ließ, mussten ab Brett 4 alle um 3 Plätze aufrücken. wodurch es zu Nachbesetzungen kam.  Dankenswerterweise erklärten sich Uwe Seifert, Kai Eberhardt und Renata Kasper (die zu ihrem 1. Saison-Einsatz kam) dazu bereit, dem Team auszuhelfen.

Rein vom Gesamt-Durchschnitt der DWZ-Zahlen aller beteiligten Spieler betrachtet war man fast pari, obwohl im Einzel-Vergleich der Kontrahenten in vielen Fällen signfikante Unterschiede zu Buche standen. 

Während es Nachwuchs-Talent Timo Hillebrand gelang, seinen deutlich höher dotierten Gegner in einer beeindruckenden Kurz-Partie zu besiegen, so musste sich Daniel Schedlbauer unter umgekehrten Vorzeichen trotz tapferer Gegenwehr geschlagen geben, wodurch seine bisher blütenweiße Weste eine erste Eintrübung erhielt.

Der Verfasser dieser Zeilen stand mit weiß bereits nach wenigen Zügen sehr aktiv und hatte bei Eintritt ins Mittelspiel eine gute Angriffsstellung gegen den schwarzen König aufgebaut. Alle Figuren befanden sich dabei in einem harmonischen Verbund. Sein 120 Punkte höher eingestufter Spiel-Partner Nikolaus von Blumenthal verblieben kaum Möglichkeiten, Aktivität in Form eines eigenen Planes zu entwickeln. Vielmehr sah er sich von Anfang an genötigt, für eine gute Verteidigung seines Monarchen zu sorgen. Nach f6 (??) hatte Peter die Chance, mittels Ld3-a6 den ungeschützten Läufer b7 einzukassieren und hernach auch noch mindestens die Turm-Qualität oder gar den Springer zu gewinnen, da sich schwarz zwingend gegen Dg6+ zu schützen hatte. Täte er das nicht und nähme einfach den La6, hätte Dg6+ nebst h4 ziemlich wahrscheinlich nach wenigen weiteren Zügen ein Matt oder aber mindestens ein Damen-Opfer von Schwarz zur Folge gehabt.

Stellung vor 17. Lh7+ (!?): 

Doch statt jenem spontanen Impuls zu folgen, sah er die Fata Morgana eines schon irgendwie knüpfbaren Matt-Netzes und zog Lh7+ gefolgt vom Eindringen der Dame auf g6. Die nachfolgenden Berechnungen kosteten ihn dann zuviel Zeit, die er mal wieder nicht hatte. Wie schon öfter bei ihm erlebt, bekam sein Kontrahent dann Gegenspiel und erlangte auch kleinen materiellen Vorteil. Peter versuchte zwar, trotz hochgradiger Zeitnot noch einige Fallen aufzustellen und es gelang ihm sogar, des Gegners König nochmal in Bedrängnis zu bringen, leistete sich dann aber exakt bei 3 Sekunden auf der Uhr für den 40. Zug den sofortigen Partie-Einsteller mit Verlust eines Läufers. Beim gemeinsamen Nachspielen der Partie gestand sein Gegner, dass er nach Eindringen der Dame auf g6 schon aufgeben wollte und sich nun als sehr sehr glücklichen Sieger sah. Immer noch angefressen von dieser mehr als unnötigen Niederlage trat Peter beim Stande von 3,5:1,5 für die Gastgeber schnell den Heimweg an, so dass an dieser Stelle keine weiteren Informationen zum Verlauf der restlichen Partien gegeben werden kann. 

Durch diese 3,5:4,5-Pleite befindet sich die RSG 1 nun im unteren statt im oberen Mittelfeld der Bezirksklasse. Bereits am 09.02. geht es nun daheim gegen den direkten Orts-Nachbarn, das bisher noch punktlose Schlusslicht Erkenschwick 4. 

 

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